Dann geht erst einmal nichts, weil das chinesische Militär den Luftkorridor besetzt und die kommerziellen Fluglinien dazu verdammt auf dem Boden zu bleiben. So warten wir fast zwei Stunden auf den Abflug im Flugzeug. Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Schließlich bedeutet es, dass wir statt 12 ½ Stunden nun 14 ½ Stunden in dem Flugzeug verbringen dürfen. Der Flug ist der erwartet harte und zähe Ritt. Bo ist 13 Stunden lang wach und fordert individuelle Betreuung und Auslauf ein. Ohne viel Platz in der Maschine und entsprechend entspannten Reisenden wäre es sicherlich unangenehm geworden, so blieb es bei dem zutreffenden Adverb „anstrengend“.
Leider holen wir auf dem Flug kaum Zeit auf und so verlassen wir das Flugzeug in London 25 Minuten vor dem Anschlussflug. Der geht an einem anderen Terminal ab und eigentlich besteht keine Aussicht ihn zu erwischen. Die dringenden Anschlussflüge werden dann doch mit einem Bus direkt zum Verbindungscenter gefahren. Dann hetzen wir im Trab durch das schlecht ausgeschilderte Gebäude, werden bei dem peniblen Sicherheitscheck fast wahnsinnig, laufen weiter, lassen uns von der Anzeige „Cologne – Gate 6 closing“ nur noch zu einer Tempoverschärfung animieren und lassen uns dann vom Flughafenpersonal mehrfach versichern, was wir doch für ein Glück haben. Eigentlich wäre ja schon alles geschlossen gewesen.
Der Rest ist ein 55 Minuten dauernder Katzensprung. Das Gepäck hat es natürlich nicht geschafft und es ist uns eigentlich sogar ganz recht. So wird es am nächsten Morgen geliefert. Marga und Günter erwarten uns schon am Flughafen und in kaltem, deutschem Novemberwetter geht diese lange Reise dann zu Ende.
Bo ist völlig übermüdet und im Auto fallen ihm (für ihn um 1 Uhr morgens) die Augen zu. In London ist er kurz vor dem Sprint eingeschlafen, musste bei der Sicherheitskontrolle aber wieder aufwachen. Schließlich musste er alleine überprüft werden (die spinnen die Briten).
Dann legen wir ihn in sein Bett, er zwinkert noch einmal kurz – sieht sein Mobile – und schlägt die Augen auf und strahlt über sein ganzes Gesicht. Auch er freut sich zurück zu sein. Nach einer weitern Stunde gehen wir alle gemeinsam schlafen.