Kalt ist es (unter 10 Grad in der Nacht) und ohne unsere Gasheizung wäre es wirklich unangenehm. Ab morgen verwenden wir auf „powered sites“ unseren Heizlüfter. Die Nacht ist um 4 Uhr morgens vorbei. Nun gut, nach 13 Stunden Schlaf darf das ja nun auch so sein. Trotzdem klettert Bo schon seit 2 Uhr morgens auf uns und massiert ausdauernd unsere Ellenbogen. Nach einem ausgiebigen Frühstück gilt es Informationen, Spielzeug und all das zu Essen zu beschaffen, was wir gestern in der Eile vergessen haben. Nachdem Annette eine ausführliche Beratung in der Touristeninformationsstelle der Northshore genossen hat (Neuseeländer zeichnen sich nach ersten intensiven Erfahrungen dadurch aus, dass sie soooo freundlich sind, dass man sie gar nicht mehr los wird), Bo alle fahrbaren Untersätze im Spielzeugladen ausgiebig getestet und lauthals kundgetan hat, dass er diesen Laden nie wieder gedenkt zu verlassen, fahren wir die hohe Garage (obacht mit den 3,05 m Höhe von unserem Caravan) des Milford Sound Shopping Center an der Northshore mit einem leicht verstimmten fast Zweijährigen an.
Die schlechte Laune von Bo verfliegt, als er alle drei Spielzeuggefährte die sich in der Mall befinden, sprich einen Bagger, eine Lokomotive und ein Sportwagen auf das Genauste untersuchen darf und zudem eine mächtige Portion Sushi genießen kann..
Dann endlich fahren wir nach Norden. Das Ziel ist Leigh, ein kleines Fischernest an dem Cape Rodney Marine Reserve. Bei Goat Island soll es wunderbare Tauchreviere geben und auch sonst ist die Küste spektakulär. Die Fahrt verläuft dagegen ereignislos durch irisch anmutende grüne Hügellandschaft.
Wir gewöhnen uns langsam an unser Gefährt, welches herkulessche Anstrengungen beim Kuppeln bedarf, bei 90 km/h mehr schwimmt als fährt, ansonsten aber sehr geräumig und angenehm ist. Bo fühlt sich auf seinem Mittelsitz vorne pudelwohl und es ist ausreichend Platz im Wagen, um sowohl Bett als auch Tisch unverändert aufgebaut lassen zu können.
Der sehr einladende Campingplatz bei Goat Island ist erst im Oktober wieder geöffnet. Auf das subversive Vorhaben von Annette - trotzdem dort bleiben wollend und damit wild campend auf einem Privatbesitz – nicht reagierend, fahren wir weiter auf den Camping Platz in Pakiri Beach. Auch hier ist so wenig los, dass unsere Ankunft sicherlich mit Blumenkränzen begleitet worden wäre, würde es nicht regnen und schrecklich kalt sein.
Wir parken direkt auf einem herrlichen Platz neben einer Flussmündung.
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