Heute ist es 6 Uhr beim Aufstehen. Bo arbeitet weiterhin nachts verbissen an seiner Karriere als Kunstturner, so dass nicht alles was im Volksmund leichtfertig als Nachtruhe bezeichnet, auch von uns so nachvollzogen wird. Nach dem Frühstück treibt uns Annette in die Flussmündung zum spazieren. Es ist grausam kalt und erfrischend. Bo kann sich trotzdem nicht wirklich für die Umgebung erwärmen und lässt sich meist von seinem ollen Vater durch die Gegend tragen.
Über Wellsford fahren wir heute nach Wangarei. Über Mittag nutzen wir ein deutsches Café - es ist so amerikanisch, dass der einzige Grund es deutsch zu nennen eigentlich nur der Urururgrossvater sein kann - um Bo wider auf einen Spielplatz zu zwingen. Deutlich zeigt er uns, dass ihn eigentlich nur das Klettern in der der Fahrerkabine unseres Campers interessiert. Wir beugen uns und am frühen Nachmittag sind wir schon in Wangarei bei der Touristeninformation. Jetzt heißt es das Imperium schlägt zurück, denn schon wieder wurde kundigen Auges ein Spielplatz ausgemacht, der diesmal aber durchaus das Interesse von Monsieur weckt.
Anschließend frönen wir unserem neuen Hobby: Wir gehen in den Supermarkt und holen alles, was wir dann immer noch vergessen haben und kaufen weitere Nützlichkeiten. Als lohnenswerte Anschaffung kristallisieren sich nach diesen wenigen Tagen schon Regenschirm und Fön heraus. Es regnet häufig. Auch eine Mobilfunkkarte ist jetzt endlich fällig.
Wir übernachten dann im sympathischen Wangarei Falls Holiday Park und inzwischen beherrschen wir auch die Feineinstellungen des Heizlüfters, so dass wir nicht mehr auf die zwei Defaulteinstellungen „grausamer Hitzetod“ oder „sibirischer Permafrost“ zurückgreifen müssen.
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