Der Sturm bricht in der Nacht los. Regen peitscht auf unser Wohnmobil herunter und die Vorhersage verheißt die Fortführung des Sturmes für die nächsten zwei Tage im hohen Norden mit heftigen Regenfällen. Die Tauchschule empfiehlt Allen mit Tendenz zur Seekrankheit die nächsten Tage nicht mit herauszufahren.
Auch wir verschieben unsere Pläne, die Bay of Islands und das Cape Reigna zu besuchen. Vielleicht haben wir die Zeit dafür ja noch am Ende der zwei Monate. Wir fahren zurück Richtung Auckland. Auf dem Weg machen wir Mittagsrast im Honey Center in der Nähe von Warkworth. Es zeichnet sich durch die weltbesten Spicy Potato Wedges aus, einer Menge von Honig-Derivat-Produkten zu horrenden Preisen und der Welt lautester fliegender Kinderfahrzeug-Biene. Obwohl ich Bo eine Freifahrt spediert habe, musste ich ob der Lautstärke des Bienenliedes, welches aus dem Gefährt hämmerte, vor Scham in 8 Meter Entfernung in Deckung gehen. Ich hoffe niemand hat mich mit dem Krach in Verbindung gebracht. Wir fahren bis zum Manukau Top 10 Holiday Park im Süden von Auckland, weil wir am nächsten Tag unser Touristen Navigationsgerät Kruse beim Vermieter zurückgeben und zwei Fahrräder mitnehmen wollen. Am Abend dann das nächste Debakel. Bo fällt schon wieder aus der Tür des Campers. Von welcher Stufe haben wir nicht gesehen, aber diesmal landet er auf Asphalt. Jetzt nimmt uns keiner mehr ab, dass wir unser Kind nicht furchtbar schlagen, so zerschunden sieht der arme Kerl aus.
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