Bo sieht grausam aus. Der Bluterguss von der Schläfe ist in die Augenregion gerutscht und er hat ein furchtbares Veilchen. Früh am morgen sind wir bei den Höhlen, um dem angekündigten Touristenansturm mit Bussen später am Tag zu entgehen.
Die gesamt Gegend ist von Höhlen durchzogen, in Vielen bilden sich Tropfsteine. Die Waitomo Glowworm Cave zeichnet sich aber durch Tausende von Glühwürmchen aus, die sich an der Höhlendecke eingenistet haben, von dort aus ihre spinnennetzartigen Fäden aushängen lassen und ihr Licht erstrahlen lassen, um so Insekten anzuziehen und zu verspeisen. So erstrahlt über einem ein Glühwürmchen Sternenhimmel, während man in einem Boot darunter entlang gleitet. Bo war so angetan, dass er sich an seinen Vater schmiegte und einschlief. So lange schlief er bis wir den 500m langen Weg zum Wohnwagen zurückgekehrt waren, keuchend, ihn möglichst vorsichtig tragend, damit er dann beim Ablegen auf das Bett die Augen aufschlug und die parkenden Nachbarautos lauthals bestaunte. Dann wurde Wäsche gewaschen, auf dem Spielplatz getobt, und pünktlich nach der Abfahrt der Fahrradtour erneut eingeschlafen, so dass auch diese nach wenigen Kilometern wegen dauerhafter starker Verdrehung des Halses von Kleinkindern aus humanitären Gründen abgebrochen wurde. Es hatte gar nichts, ich wiederhole gar nichts damit zu tun, dass die Radtour in sehr hügeligem Gebiet als konditionell nicht einfach bezeichnet werden kann.