Mit einem Auto-Einkaufswagen macht Bo das Einkaufen richtig Spaß und er räumt weniger Regale aus als sonst, was auch uns Eltern entspannt durch die Reihen wandern lässt.
Auf Wunsch von Berts Kollegen Jürgen suchen wir in Rangiora das „White House“, die ehemalige Unterkunft von Waldarbeitern, bei denen er einmal gearbeitet hat. In der öffentlichen Bibliothek frage ich (Bert) nach, wo ich den dieses Haus finden könnte. Darauf werde ich an Mary weiter verwiesen, die ihr ganzes Leben in Rangiora verbracht hat und Alles und Jeden kennt. Also scheint meine Frage nicht trivial zu sein. Mary weiss sofort von was ich rede und zeigt direkt nach draussen: „It is right here. Do you see that building there and the parking lot?“ Ja, antworte ich! „So this building and mostly the parking lot is on top of where the white house has been, because you have to know, the White House is long gone!“ Sorry Jürgen – kein nostalgisches Foto für dich, aber dafür eines von einem schönen Parkplatz!
Die weitere Fahrt wird nur erst vor Kaikoura interessant. Wir halten an einem großen Möwenfelsen vor der Küste an. Hier paaren sich und brüten Hunderte von Möwen und heben ein riesiges Geschrei an, als wir uns am Strand entlang bewegen. Dabei fallen wir fast über einen dicken Seelöwen, den wir aus 5m Entfernung beim Faulenzen beobachten können.
Kaikoura ist weltweit bekannt. Die Küste fällt hier schnell und steil auf über 1600m Tiefe ab, die Fisch- und Planktongründe sind reich und ergiebig. Deshalb finden sich hier alle möglichen Arten von großen Meerestieren, angefangen von mehreren Walarten, vielen Delfinarten und Seelöwen bis hin zu einer reichen Vogelwelt inklusive Albatrossen. 75% der Seevogelarten, die es weltweit gibt, sind hier anzutreffen. Ein Paradies für Tierbeobachtungen. Leider müssen wir erfahren, dass Kinder unter 3 Jahren nicht mit auf die Boote dürfen. Da Bert schon einmal Wale in Galapagos gesehen hat, darf Annette morgen in aller Herrgottsfrühe zum „Whale watching“ auslaufen.