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Samstag, 20. August 2011

20.8 St. Jacobs


Die Spielplatzkinder sorgen für die Morgenkulisse und wir untersuchen diverse Frösche am Tümpel. Herzzerreißend wird die Abfahrt – obwohl spät - dennoch, denn wir fahren nicht mit dem coolen Spielplatzauto, sondern nur mit dem ollen Wohnmobil. Dann geht es auf den Farmers Market bei St. Jacobs, bekannt für die Mennoniten, die dort ihre Erzeugnisse verkaufen. Irritiert zunächst noch der hohe (100%) Anteil indischer Verkäufer am Eingang, so treffen wir tatsächlich im hinteren Teil auf die angekündigten Mennoniten Stände, mit der Kutsche hinter dem Stand geparkt und den Pferden gegenüber. Das deutet auf Mennoniten der „old order“ hin. Leider verlässt uns unser Bargeld recht flott und gegen Mittag halten wir in St. Jacobs selbst Einzug. In einem netten Restaurant nehmen wir das Mittagessen zu uns, besuchen dann das Visitor Center mit einer interessanten Ausstellung über die Stauffer, die uns mehr zu diesem teils symphytischen, teils unverständlichen Völkchen erläutert.
An Kutschen vorbei machen wir uns mit Eis gestärkt wieder auf die Reise in Richtung Toronto und kehren auf dem Indian Line Campground in Bromswick ein. Am Flughafen entlang geht die Autofahrt und spätestens jetzt realisieren die Kinder, dass es bald nach Hause geht. Sie freuen sich!

19.8 Outlet Shops


Der Vormittag wird in die Outlet Mall investiert. Die Geschäfte haben ihren Wochenumsatz bei unserer Abfahrt erfüllt und schließen vorzeitig. Wir stärken uns bei Wendy`s.
Dann fahren wir über Kitchener in den Nordwesten von Waterloo bis in den Green Acre Park. Eingebettet zwischen einem idyllischen Tümpel auf der einen Seite und dem tollen und belebten Kinderspielplatz mit grundsätzlich einem hysterisch schreienden Kind geniessen wir den Abend. Die Kinder spielen sich in Rage und wir haben es schwer (wann mal nicht?), sie ins Bett zu bringen.

Mittwoch, 17. August 2011

18.8 Marine Land


Das Marine Land steht auf dem Programm. Bo hat beim Durchblättern des Prospektes schon ein paar klare Ansagen gemacht. „Nein, diese Achterbahn Papa, nein, das ertrage ich nicht!“ Mal schauen, was uns erwartet. :-)

















10:00 Uhr bis 19:00 Uhr Marine Land – noch Fragen? Boah, sind wir durch! Aber ein paar Highlights gilt es herauszuheben.
-          Beluga Wale haben Bo und Fibi gestreichelt und gefüttert.
-          In einem anderen Becken waren wir alle auf einen Meter an Beluga Walen dran.
-          Auch der Orca konnte hautnah erlebt werden… und nicht nur bei Shows.
-          Und die Delphin und Seelöwen Show war so amüsant für Bo, dass wir sie zweimal gesehen haben.
Ansonsten gab es noch die übliche Sammlung an Kinderattraktionen und ‚Ich-glaube-ich-verliere-gleich-mein-Essen‘-Aktivitäten. Das Marine Land ist riesengroß und so hatten wir nie das Gefühl, überlaufen zu werden. Ein schöner und anstrengender Tag. Muss ich erwähnen, dass es 21:15 Uhr ist und die Kinder noch nicht schlafen?

17.8 Whitewater und IMAX






Bis 8 Uhr lassen uns die Kinder schlafen. Dann trödeln wir uns durch das Frühstück und über den Spielplatz zum Yogie Shuttle. Diesmal nehmen wir direkt den People Mover zum White Water Walk, stehen 25 Minuten, um uns in einen 10 Mann Aufzug zu quetschen und dann eine Stromschnelle der Stärke 6 zu besichtigen. Es sieht beeindrucken aus und trotzdem frage ich mich ob Sie nicht doch im Schlauchboot gut zu bezwingen ist. (Nach dem Film Daredevil am Nachmittag, erkläre ich mich nachträglich für Realitätsfern und bitte die Strömungsgötter für den Frevel um Verzeihung) Wir fahren eine Station weiter bis zum Whirlpool, der von oben allerdings recht unspektakulär aussieht, es unter der Wasseroberfläche aber in sich hat. So kam hier beim Durchschwimmen zum Beispiel der Mann ums Leben, der als Erster den britischen Kanal durchschwamm. Dann geht es zurück in den Süden und wir besuchen das IMAX-Kino. Ein netter Versuch…beim Betreten und zarten Unterhaltungsmusiken über die 10.000 Watt Anlage kriegt Bo eine Daseinskrise, die willig von der müden Kopiermaus aufgenommen wird. So schauen Annette und ich den sehenswerten Film über die Daredevils nacheinander an. Die Ausstellung über die Daredevils, die in Fässern, Schwimmwesten und Booten die Fälle hinabstürzten oder über Seile darüber hinweg balancierten, beeindruckt Bo sehr. Auf den Weg zum Table Rock erleben wir den Wasserfall noch einmal mit tollem Regenbogen und erwischen den Bus genau bei seiner Abfahrt. Dann folgt - natürlich – der  Swimmingpool, schließlich drohen die in diesem Urlaub entwickelten Schwimmhäute bei dem heißen Wetter zu vertrocknen. Hah und heute schaffen wir es…die Kinder schlafen schon um 21.15 Uhr und wir sind noch wach!

16.8 Niagara Falls














Früh um 9:00 Uhr sind wir beim ersten Yogi Bär Shuttle Bus zum Table Rock. Zuerst stürzen wir an das Geländer an der Abbruchkante des Horseshoe-Falls. Das ist der deutlich größere der zwei Wasserfälle und zwar der, der besser von kanadischer Seite bestaunt werden kann. Der Anblick ist atemberaubend. Bis zu 100 Meter hoch steht die Gichtwolke über uns. Dann fangen wir an unser Kombiticket abzuarbeiten. Zuerst geht es auf die „Journey behind the Falls“. Eine Plattform direkt neben den Fällen bietet das hautnahe Erleben der Wasserfälle seitlich, etwa auf der Mitte der Fallhöhe. Allerdings lohnen sich die ausgeteilten Einweg-Regenumhänge kaum (die ersten von dreien, die wir kriegen werden) Zwei Öffnungen in einem Tunnel gebohrt, der hinter den Wasserfall führt, sind visuell wenig beeindruckend. Aber das gewaltige Wummern der Wasserfälle ist unheimlich.
Dann geht es ins 4D-Kino: Niagara Fury. Hautnah soll man die Entstehungsgeschichte erleben. Und auch das „Wandern“ des Wasserfalls über die Jahrtausende hinweg wird beschrieben (vor 12.000 Jahren war er rund einen Kilometer weit entfernt von seinem jetzigen Standort). Der erste Schnee fällt im Kino – unsere Kinder werden skeptisch – aber als es dann im Raum regnet, sich die Erde bewegt und das Donnern der Dolby Suround Anlage ein Gewitter ankündigt, brechen auch bei den beiden die emotionalen Dämme. Den Rest des Filmes schaut Annette alleine.
Eine Donut / Muffin Kombination von dem allgegenwärtigen Tim Hortons versöhnt die Truppe und –bald wieder bester Laune – spazieren wir dem Bridal Fall und so unserem nächsten Abenteuer entgegen. Nach 25 Minuten Wartezeit besteigen wir in unseren blauen Plastikumhängen die „Maid of the Mist“, erobern Spitzenplätze auf dem Oberdeck und werden mitten in den Horseshoefall hinein gefahren. Der Lärm ist Ohrenbetäubend, die Wasserfälle riesig und wir gehen in Gicht unter. Leider kann ich diesen Augenblick nicht in Worte fassen. Alle sind begeistert. Dieses Erlebnis scheint die Kinder jedoch nur halb so stark emotional zu beindrucken, wie die Toilette an der Anlegestelle, die unverschämter Weise alle 25 Sekunden, bei kleinen Kinderrücken, Infrarotgetrieben automatisch mit einer Vehemenz abspült, die den Fällen kaum nachsteht. Bei solch einem Sturm unter den Popöchen kann man sich nun wirklich nicht konzentrieren und noch schlimmer – die Gattung der Toiletten generell wird von nun an mit kritischem Auge begutachtet. So kann dann auch trotz leichtem Durchfall mal eine harmlose Toilette einfach so strikt abgelehnt werden, wenn man ihr nicht traut. Selbst wenn sie nur gespült hat, weil Mama sie vorher sauber machte. Mittag ist nun schon lange vorbei und das Eis entschädigt für die Strapazen. Mit dem People Mover Shuttle Bus fahren wir zurück zum Table Rock und von dort erwischen wir sofort einen Yogi Bär Shuttle.
Wer glaubt hier endet die Geschichte des Tages hat sich allerdings getäuscht. Schließlich ruft das kühle Nass, Wäsche will gewaschen, Spieße wollen gegrillt und verschlungen und das Paar müde aussehender Eltern will verschlissen werden. Um 21:30 schlafen wir gemeinsam ein.

15.8 Frösche, BMW und Fahrt nach "Nei-ägra Falls"

Wir fischen erst einmal einen toten und 5 lebende Frösche aus dem Pool und gehen dann Schwimmen. Weil wir 3 Services haben (Water, Electricity and Sewer), wird danach ausgiebig im Camper geduscht und dann gefrühstückt. Dann düsen wir an Toronto vorbei, wobei Annette sich alle Mühe gibt einen blöden schwarzen BMW von der Straße zu schieben. Das misslingt und unsere Laune ist auf dem Tiefpunkt, als Bo zum Mittagessen bei Chalet Suisse nicht aussteigen will. Kurzerhand verzichte auch ich auf das Essen und langweile mich mit dem inzwischen reuigen Bo, während Annette und Fibi schlemmen. Dann fahren wir weiter nach Niagara Falls und quartieren uns bei Yogibär auf dem Campground für unverschämte Preise ein. Noch flott einkaufen und obligatorisch in den Swimming Pool. Erst der Papa, um die Eisberge wegzuschieben und dann die tollkühnen Kinder.

14.8 Dinosaurier und 1000 Islands












Bo: Wir waren in einem Dinosaurierpark. Mitten im Wald, da steht dann der Dirosaurus Rex und gegenüber stand der Triceratops und mit dem hat der am Liebsten gekämpft. Die waren groß! Der Triceratops sah nicht gefährlich aus, war aber größer als der Papa und der Dirosaurus Rex war größer als ein Flugzeug, das auf dem Boden steht, weil der war fast größer als die Bäume. Ich habe auch ein Dinosaurier Buch bekommen und da ist der auch drin. Mama fand die Grünen gut! Da war eine Mutter und ein Kind, die konnten ganz schnell laufen, schneller noch als der Dirosaurus Rex, glaube ich.
In Lebensgröße waren Figuren von ca. 50 Dinosaurierarten auf einem Nature Trail durch den Wald aufgebaut. Das Entdecken der Figuren hat den Kindern riesigen Spaß gemacht und um die Füße herum, konnte man wunderbar fangen spielen. Auch die Mückendichte war beindruckend und während die Kinder unbelästigt durch die Gegend flitzten, kamen wir beide gerade rechtzeitig zum Insektenbrunch.  Der Brontosaurus war einfach riesig und bei Weitem ja noch nicht einmal der größte Dinosaurier weltweit. Aber Fotos sagen hier mehr als Worte.
Dann ging es weiter bis nach Rockport, wo wir zu einer einstündigen Sightseeingcruise auf einem Touristendampfer bei den Thousand Islands in See stechen. Das Ganze ist so unterhaltsam wie ein Gruselkabinett, weil man vor vielen Dingen einfach kopfschüttelnd steht: die Sicherheitsbedenken der Matrosen haben Züge einer überbemutternden Betreuung, unglaublich wie man eine solch schöne Landschaft verbauen kann Wobei Bolt Castle nett aussieht) und Chinesen, immerhin 50% unserer Begleiter, werde ich wohl nie verstehen.
Dann fahren wir weiter und haben Probleme einen Campingplatz zu finden. Wir gurken über das Land und finden bei Colbourg den Salem Trailer Park und ein gemütliches Plätzchen vor dem Gewitter.

13.8 Montreal Mall

Wir fahren flott über die Erlebnisarme Strecke bis nach und durch Montreal. Dann kehren wir in eine Mall im Westen von Montreal ein, quälen uns durch Sushi und kaufen Jeans für die Männer, andere Klamotten, Schuhe und Reiseliteratur für die Kinder, die abends allerdings direkt wieder aus disziplinarischen Gründen konfisziert wird. Dann fahren wir weiter bis zum schon bekannten Campground Upper Canada Village bei Morrisburg und schwimmen dort im Pool.